Start Musik Die Merklin-Orgel
Die Merklin-Orgel Drucken

 

Die Josef-Merklin-Orgel

 

Die Kanderner Orgel ist heute in ganz Baden das einzige und späteste Rückpositivwerk, das noch mit seiner Originaltraktur gespielt wird. Die Gemeinde hatte 1825, nach vorheriger Besichtigung von Josef Merklins neuer Orgel in Kehl, für die neu zu erbauende Kirche ein Instrument zu 2150 fl. in Auftrag gegeben. Bei der Abnahme des frisch vollendeten Instrumentes im Oktober 1827 haben die Prüfer vermerkt:

"Das ganze Werk empfiehlt sich durch seine Stärke und durch den angenehmen Ton, besonders lieblich ist der Ton des Solicionals und der Gambe, welche öfters den vorzüglichsten Meistern nicht so gut gelingen. Dieses Werk macht seinem Meister Ehre, indem man seinen Fleiß, Geschicklichkeit und Redlichkeit in demselben allenthalben findet, weßhalb er überall empfohlen zu werden verdient."

 

Das Orgelwerk mit 22 Registern in Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal wurde in den Jahren 1865 durch Gustav Merklin und 1867 durch Fridolin Merklin repariert.

Bei den Renovierungen in den Jahren 1914 und 1917 wurden Balganlage und Prospekt verändert. Im Jahr 1930 wurde das Instrument durch den Basler Orgelbauer Joseph Zimmermann erneut umgebaut. Eine Restaurierung mit dem Ziel einer möglichst getreuen Rückführung in den Originalzustand wurde 1976-1978 durch die Firma Georg Friedrich Steinmeyer (Oettingen/Bayern) durchgeführt.

 

Bernd Sulzmann schreibt in seinem Buch "Historische Orgeln in Baden" über das Kanderner Instrument: "Eine herrliche, einmalige Orgel!"